Tag 3 in Banff: Verlängerte Canyon-Tour
7 06 2010Dass aus einer geplanten 2-stündigen Tour auch locker eine 4-stündige werden kann hab ich heut wohl erfahren müssen (oder eher dürfen!!).
Der Plan sah vor, dass ich, zum letzten Mal in Kanada, mit den deutschen Mädels (nach Montreal und Winnipeg, wo ich sie jeweils schon getroffen hatte) früh zum Johnson Canyon fahre, für den wir etwa 2 Stunden eingeplant hatten. Danach wollten wir spontan entscheiden, wie es weiter geht.
Um 10:30 haben wir den Canyon nach 35 Minuten Fahrt und vorhergegangener Lunch-Einkaufstour erreicht um vor Ort nochmal unsere Reiseführer rauszukramen und festzustellen, dass am Ende des eigentlichen Canyons ein weiterer Weg abzweigt. Dazu mehr später!
Wir sind also den Canyon hochgestapft, zwischen großen Felsen durch die sich das eiskalte Wasser der Geltscher und Bergquellen zwängt. Tobende Wasserfälle und rauschende Schnellen folgten einander, es war super. Am Ende des Canyons kommt quasi der Höhepunkt; der größte Wasserfall umgeben von steilen Felswänden und seltsamen kleinen Höhlen.
Doch mit dem Ende des Canyons ging es im Prinzip erst richtig los mit dem Laufen: 4km auf matschigen, steilen, schwer begehbaren Pfaden zu den sogenannten Inkpods – winzige Quellseen, jeder in verschiedenen bläulichtürkisenen Farben, das Ganze in einem hoch gelegenen kleinen Tal mit wunderschöne Kulisse von schneeüberzogenen Felsen, eingehüllt in leichte Wolken, vielen Bäumen aber auch Wiesen sowie einem Gebirgsbach.
Kein Wunder, dass uns danach die Füße weh taten, zumal gestern ja auch nicht gerade wenig auf dem Programm stand – dennoch, das haben wir alle gern in Kauf genommen.
Gegen 14:45 sind wir dann wieder am Parkplatz angekommen. Eigentlich wollten wir noch einen Abstecher zum Peyto-Lake machen, dank des rasch und stark einsetzenden Dauerregens entschieden wir uns aber zur Rückfahrt und zum Essen machen. Gut deutsch gab es Pellkartoffeln und Quark – auch nicht schlecht!
Heute Abend musste ich mich dann von den Mädels verabschieden, sie werden morgen weiterfahren und am selben Tag, an dem ich vorraussichtlich in Vancouver ankommen werde, werden sie die Stadt mit dem Flugzeug Richtung Deutschland verlassen.
So far, mir geht’s immernoch sehr gut 😉